[Auszug aus einem noch namenlosen Buchskript]
Irgendetwas hat es geweckt, irgendetwas war fatal und hat dem Monster Leben eingehaucht, das nun den langen und erschwerlich Weg aus dem tiefsten Inneren des Bewusstsein mit Leichtigkeit hinter sich bringt. Und es scheint immer schneller zu werden, kaum zu bremsen, unaufhaltsam. Wenn es vorne ankommt, nimmt es jeden Zentimeter in Anspruch, verdrängt Vernunft und sogar auch die Warmherzigkeit, die sonst das Reich der Emotionen beherrscht, und zwingt jede Faser des Körpers in seine Gewalt. Es wendet jeden echten und unechten Bipol wider jedem physikalischen Gesetz mit der negativen Dolchspitze voran gen Haut, läßt sie warm werden, läßt sie heiß werden. Scharfer Husky, die Dosis Morphium im Lebenssaft Blut vermag nicht die Klarheit aus dem Kopf schießen, der Schmerz ist trotzdem zu spüren, läßt den Magen mehrmals um sich selbst drehen, erzeugt eine Übelkeit, die das Atmen zur Qual werden läßt und gleichzeitig auch eine unerschöpfliche Energie, die Tatendrang mit sich bringt. Die Fäuste lenken sich selbst und wollen handeln, können kaum still stehen und der Atem rennt mit dem Puls um die Wette, ein Rennen, bei dem man auf der Strecke bleibt und nichts mehr geht. Das leiseste, unscheinbarste Geräusch schwillt zur Unerträglichkeit an, das Universum arbeitet gegen deine Kontrolle, die Prüfung wird schwer, das Problem unlösbar. Jedes Denken wurde unterworfen, die Maus schafft die Katze, der gesamte Strom wird konzentriert auf einen Punkt, das Monster. Die Headline Spaltet sich, zweistimmig, die Gier nach Blut steigt, läßt die Eckzähne wachsen, die Pupillen weiten sich. Jeder wird zum Feind und alles zur Bedrohung, die Wahrheit zur Lüge und schwarz zu weiß, das Fraktal zum Chaos. Trotz vieler Menschen steht man einsam, alle haben dich im Stich gelassen, alles was bisher geschah verliert an Bedeutung, driftet in die Vergessenheit ab. Der Kiefer verkrampft sich und schickt einen Stich in die Schläfe, kurzes Blinzeln folgt als Reaktion, die Klarheit ist bereits schon lange weg, die gewünschte Erlösung kann nur von einem Opfer kommen, jemand, der noch nicht mal unmittelbar Auslöser war, der Grund ist nicht mehr eindeutig, soviel trägt zum selben Ergebnis bei. Nichts kann dich mehr hier halten, das Monster nimmt dich ein, es ist zu spät. Die gestaute Energie wird frei, das Schicksal nimmt seinen Lauf, das Gutes nimmt ein Ende und trifft den harten Asphalt des Bösen. Das dickflüssige, dunkle Rot fließt, wohin es nicht soll und seinen Zweck verliert, trocknet und vielleicht auch ins Erdreich sickert. Ein Blitz der sich entlud und und du findest dich im Auge des Orkans wieder, still ist es, so ungewohnt leise, nichts ist zu hören, doch nur der selbe Weg führt auch zurück.
Freitag, 3. Oktober 2008
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